KI-Lexikon für KMU

Datensouveränität

Datensouveränität bezeichnet das Recht und die tatsächliche Fähigkeit eines Unternehmens, die Kontrolle über seine Daten zu behalten. Das heisst uu bestimmen, wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreift und wie sie verwendet werden. Im KI-Kontext ist Datensouveränität besonders relevant, wenn Unternehmensdaten in externe KI-Systeme fließen und dabei die Kontrolle über Speicherort, Weiterverarbeitung und Training-Nutzung verloren gehen kann.

Was bedeutet das für Ihr KMU?

Datensouveränität ist keine Frage, die nur Großkonzerne betrifft Sobald Mitarbeitende Unternehmensdaten in externe KI-Dienste eingeben, verlassen diese Daten Ihre Kontrolle. Prüfen Sie für jeden KI-Anbieter drei Punkte: Wo werden Daten verarbeitet und gespeichert, werden Eingaben für Modell-Training genutzt, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO-Standard? Für Unternehmen mit besonders sensiblen Daten — Betriebsgeheimnisse, Patientendaten, Mandanteninformationen — ist ein lokales Modell oder eine EU-gehostete Lösung mit klaren Datenschutzgarantien die einzig akzeptable Option. Für die Leitung gilt: Es braucht auch hier klare Verantwortung und Datensouveränität ist als integraler Bestandteil der KI Governance mitzudenken.


Autor:

Tilman Möller, zertifizierter KI-Berater, Fachdozent HAW Hamburg, INTEGRI KMU-Beratung seit 2012