KI-Lexikon für KMU

MCP (Model Context Protocol)

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, der festlegt, wie KI-Modelle standardisiert auf externe Werkzeuge, Datenquellen und Systeme zugreifen. MCP ist vergleichbar mit einem universellen Stecker wie USB-C, der hier KI-Anwendungen und externe Dienste verbindet. MCP ersetzt proprietäre Einzelintegrationen durch ein einheitliches Protokoll, das von verschiedenen KI-Modellen und Plattformen genutzt werden kann.

Was bedeutet das für Ihr KMU?

MCP ist für KMU-Entscheider kein direktes Anwendungsthema, aber ein wichtiges Bewertungskriterium beim Tool-Vergleich: Produkte, die MCP unterstützen, lassen sich flexibler in bestehende Systeme einbinden und sind weniger anfällig für Vendor Lock-in. Konkret bedeutet MCP: Ein KI-Assistent kann mit MCP-Unterstützung auf Ihr CRM, Ihre Wissensbasis, Ihren Kalender oder Ihr Ticketsystem zugreifen — ohne dass für jede Verbindung eine separate Integration programmiert werden muss. Der Standard setzt sich im Markt schnell durch. Achten Sie bei neuen KI-Produkten darauf fragen Sie, ob MCP unterstützt wird oder auf der Roadmap steht. Sie müssen die technischen Details nicht kennen, aber abklären, was Ihr Geschäftspartner hier anbietet oder eben nicht.


Autor:

Tilman Möller, zertifizierter KI-Berater, Fachdozent HAW Hamburg, INTEGRI KMU-Beratung seit 2012