Danke fürs Dabeisein beim Webinar 

„KI in der Heilpraktiker-Praxis"

Hier findest Du die Webinar-Aufzeichnung und die Unterlagen

Die Aufzeichung des Webinars:

Dein Praxisprofil bauen und nutzen
(Details findest du im Handout):

  1. Lade dir das 7-seitige PDF-Handout herunter.
  2. Klicke unten auf „Prompt kopieren“.
  3. Gib diesen Prompt in die KI deiner Wahl ein.
  4. Nach dem Interview erhältst du dein Profil Teil 1.
  5. Danach erstellst du Profilteil 2 (siehe PDF).
  6. Du hinterlegst das Profil 1 und 2 in deiner KI.
  7. Probiere die Promptvorlagen deiner Wahl aus.
  8. Passe die Vorlagen ggf. an und baue dir weitere.

Du steckst irgendwo fest?
Schreibe uns eine Mail.

Prompt hier direkt kopieren und in deine KI eingeben: Das Interview startet

Du führst mit mir ein strukturiertes Interview und erstellst daraus Teil 1 meines Praxisprofils. Ich hinterlege das Ergebnis, damit du künftig Texte in meiner Sprache und nach meinen Regeln schreibst. Teil 2 meines Praxisprofils sind meine Praxisangaben — Adresse, Kontakt, Abrechnung, Fristen. Die gehören nicht hierher und werden getrennt erfasst.

Das Profil beschreibt, wer ich bin und wie ich schreibe: Haltung, Tonfall, Standards, Grenzen. Es enthält **keine Fachinhalte und keine Quellen** — keine Literaturliste, keine Leitlinien, keine Fachbücher, auch nicht als Verweis. Frag mich nicht danach.

## Ablauf

Du stellst **eine Frage pro Nachricht** und wartest auf meine Antwort. Keine Fragenlisten, keine Vorschau, keine Zwischenzusammenfassungen, kein Lob.

Jede Frage kündigst du an mit `Frage [x] von 9 — [Thema]`. Die Themen stehen bei den Fragen.

Die Fragen stellst du **wörtlich so, wie sie unten stehen**, einschließlich des Satzes, der sagt, wofür die Antwort gebraucht wird. Die kursiven *Danach:*-Abschnitte sind Anweisungen an dich, keine Fragetexte — die stellst du in eigenen Worten.

## Die Fragen

1. — Thema: **Name und Praxis**

   Wie heißt du, was für eine Praxis führst du, und wie lautet deine Berufsbezeichnung?
   Warum ich das frage: Das steht später über dem Profil und sagt mir, worum es überhaupt geht.

2. — Thema: **Qualifikationen**

   Welche Qualifikationen und Fachbereiche sollen in deinen Texten vorkommen dürfen, und gibt es welche, die du bewusst nicht nach außen trägst?
   Warum ich das frage: Damit ich weiß, womit ich dich beschreiben darf und womit nicht.

3. — Thema: **Deine Patienten**

   Wer kommt zu dir in die Praxis, und mit welchen drei Anliegen am häufigsten?
   Warum ich das frage: Damit ich weiß, für wen ich schreibe und welches Vorwissen ich voraussetzen kann.

4. — Thema: **Deine Linie**

   Was zeichnet deine Arbeit aus, was unterscheidet dich von Kollegen in deinem Fachbereich? Es geht nicht nur darum, was du tust, sondern vor allem, wie du es tust.
   Warum ich das frage: Damit ich in Entwürfen nicht den Durchschnitt wiedergebe, sondern deine Linie.

5. — Thema: **Weiterempfehlungen**

   Wenn Patienten dich weiterempfehlen: mit welchen Worten tun sie das? Falls du Rezensionen hast, nimm zwei oder drei Formulierungen wörtlich daraus.
   Warum ich das frage: Damit ich weiß, woran andere deine Arbeit festmachen.

6. — Thema: **Deine eigenen Texte**

   Hast du zwei oder drei eigene Textpassagen, die deine Art zu kommunizieren besonders gut wiedergeben? Am besten aus verschiedenen Zusammenhängen: ein Abschnitt deiner Website, eine Passage aus einer Patientenmail, ein Stück Infomaterial. Kopier je einen Ausschnitt von höchstens einer halben Seite direkt hier in die Nachricht, nicht als Datei anhängen. Nimm dabei alles heraus, woraus sich einzelne Patienten erkennen lassen: Namen, Diagnosen, Orte, Daten. Zwei, drei Sätze genügen — such nichts heraus, nimm die letzte Mail, die du geschrieben hast. Hast du wirklich nichts zur Hand, schreib „keine", dann machen wir mit der nächsten Frage weiter.
   Warum ich das frage: Aus eigenen Texten lese ich deinen Ton zuverlässiger heraus, als du ihn beschreiben könntest. Kurze Ausschnitte reichen dafür, mehr Text macht das Ergebnis nicht besser.

   *Danach, falls Texte kommen:* Werte höchstens drei Ausschnitte aus; schicke ich mehr, nimm die ersten drei und sag mir das. Schicke ich nur einen, frag einmal nach einem aus einem anderen Zusammenhang. Nenn mir dann in drei bis fünf Stichpunkten, was du herausliest — darunter Satzlänge, wie ich anfange, wie ich aufhöre — und geh zur nächsten Frage.

7. — Thema: **Eine Antwort an eine Patientin**

   *Vorab, in einer eigenen Nachricht, ohne Umschweife:* Duzt oder siezt du deine Patientinnen und Patienten? Diese Nachricht kündigst du nicht als Frage an und zählst sie nicht mit. Die Antwort ist die Anrede fürs Profil — leite sie später nicht noch einmal aus irgendetwas ab.

   *Dann stellst du die Frage selbst.* Die drei Zeilen unten gibst du wörtlich so wieder. Es sind Beschreibungen, keine Antworttexte — formulier sie nicht aus, auch nicht auf Nachfrage.

   Eine Patientin schreibt dir, dass sie ihren Termin morgen nicht wahrnehmen kann, und fragt nach einem neuen. Man kann darauf sehr verschieden antworten:

   **A** — knapp und sachlich: Termin gestrichen, ein Ersatztermin, fertig.

   **B** — warm und offen: kein Problem, melden Sie sich, wenn Sie wissen, wann.

   **C** — ausführlich: für die frühe Absage danken, Termin gestrichen, zwei Alternativen zur Wahl.

   Welche Haltung kommt deiner am nächsten? Nenn mir den Buchstaben — und schreib die Antwort dann so hin, wie du sie tatsächlich schicken würdest, mit Begrüßung und Verabschiedung. Zwei, drei Sätze genügen. Es muss nichts Besonderes sein, nur deins.
   Warum ich das frage: Wie du über deine Arbeit schreibst und wie du mit einer Patientin sprichst, sind zwei verschiedene Tonlagen. Ich brauche beide, und die zweite lässt sich nicht beschreiben, nur zeigen. Deshalb gebe ich dir die Richtung vor, aber nicht die Worte — sonst stünde am Ende mein Ton in deinem Profil.

   *Danach:* Nennt er nur einen Buchstaben ohne Text, fordere ihn einmal auf, die Antwort hinzuschreiben — kurz, ohne Beispiel und ohne Vorschlag. Bleibt es dabei, frag stattdessen nach Begrüßung und Verabschiedung und lass die Patientenprobe weg; erfinde sie nicht aus seinen Angaben. Wähl anschließend die Sprachproben fürs Profil: **einen vollständigen Satz** aus meiner eigenen Antwort, in dem die Anrede vorkommt, und — falls ich zu Frage 6 Texte geliefert habe — **einen vollständigen Satz** von dort, der zeigt, wie ich über meine Arbeit schreibe. Beide müssen ein eigenes finites Verb haben und für sich allein stehen können; kein Anfang mit „Und", „Aber", „Oder", kein Nebensatz ohne Hauptsatz. Lieber eine Probe weniger als eine unbrauchbare. Lass mich beides bestätigen oder ändern.

8. — Thema: **Was du nie schreiben würdest**

   Ich möchte Formulierungen vermeiden, die nicht zu dir passen. Hier ein Satz, wie ihn viele Praxen schreiben:
   *„Wir freuen uns sehr, Sie auf Ihrem ganz persönlichen Weg zu mehr Wohlbefinden begleiten zu dürfen, und stehen Ihnen jederzeit mit unserer vollen Expertise zur Seite!"*

   Drei Dinge dazu:

   1. **Welche Stellen darin würdest du so nie schreiben?** Zitier sie einfach, zum Beispiel „begleiten zu dürfen".
   2. **Schreib den Satz so, wie du ihn sagen würdest.** Dieselbe Aussage, deine Worte.
   3. **Fällt dir darüber hinaus etwas ein, das in deinen Texten nie vorkommen soll?** Wenn nicht, lass diesen Punkt weg.

   Warum ich das frage: An einem Satz, der nicht passt, erkenne ich schneller, was du nicht willst, als an einer Liste von Verboten.

   *Danach:* Beantworte ich nur einen Teil, frag einmal nach den fehlenden — kurz, ohne die ganze Frage zu wiederholen. Fass dann zusammen, was ich abgelehnt habe, als Verbote fürs Profil. Dabei gelten zwei Regeln:

   - **Verbiete Wendungen, keine Einzelwörter.** Also „begleiten zu dürfen", „mit voller Expertise", „jederzeit für Sie da" — nicht „dürfen", „voll", „jederzeit". Ein verbotenes Allerweltswort blockiert später harmlose Sätze und im schlimmsten Fall meine eigenen Fachbegriffe.
   - **Prüf jede Wendung gegen meine bisherigen Antworten.** Steckt darin ein Wort, das ich selbst über meine Arbeit verwendet habe, nimm die Wendung enger oder lass sie weg. Sag mir, wenn du eine deshalb gestrichen hast.

   Ist meine Antwort allgemein geblieben, schlag mir drei konkrete Wendungen vor und lass mich bestätigen oder streichen.

9. — Thema: **Feste Regeln**

   Welche inhaltlichen Regeln gelten in deinen Texten immer? Zum Beispiel: nie ein Heilversprechen, wo nötig ein Hinweis auf ärztliche Abklärung, keine Diagnose aus der Ferne, keine Werbung für bestimmte Präparate, …
   Warum ich das frage: Das sind die Leitplanken, die ich nie verlasse.

## Regeln während des Interviews

- Antwortest du abstrakt, frag **einmal** konkret nach. Dann geh weiter. Bohr nicht.
- **Wiederhole nie eine Frage, die ich schon beantwortet habe.** Fehlt dir ein Teil einer Antwort, frag nur nach diesem Teil, in eigenen Worten und in einem Satz.
- Erfinde nichts. Was ich nicht gesagt habe, steht nicht im Profil. Schlägst du etwas vor, kennzeichne es als Vorschlag. Falls du etwas nicht weißt, sag das klar.
- Nenne ich eine Website, frag nach, was dort inhaltlich steht. Ein Link allein nützt im Profil nichts.
- **Rezensionen sind nicht mein Sprachvorbild.** Was Patienten über mich sagen, gehört inhaltlich in Abschnitt 3, mit dem Zusatz „Das ist ihr Blick, nicht mein Sprachgebrauch." In Abschnitt 4 taucht es nicht auf.
- **Eingefügte Beispieltexte kommen nicht ins Profil** — nur die abgeleiteten Merkmale und die bestätigten Sprachproben. Auf die Ausschnitte selbst verweist du im Profil nicht.

## Ausgabe nach Frage 9

Gib mir das Profil als **Markdown in einem Codeblock** aus, mit dieser Struktur:

```
# Praxisprofil, Teil 1 – [mein Name]

## 1 Praxis-Identität     — höchstens 2 Zeilen, zusammen höchstens 160 Zeichen
## 2 Patientengruppen     — eine Zeile, dann höchstens 3 Stichpunkte; zusammen höchstens 200 Zeichen
## 3 Haltung und Werte    — höchstens 2 Zeilen, zusammen höchstens 190 Zeichen

## 4 Sprache               — zusammen höchstens 660 Zeichen
**Anrede:** [duzen oder siezen]
- [Merkmale: Satzlänge, Anfang, Schluss, Haltung im Text — höchstens 4 Stichpunkte, je höchstens 80 Zeichen]
- Ich-Form, aktiv statt passiv
- **Nie:** [die Wendungen aus Frage 8, in Anführungszeichen]

**So schreibe ich an Patienten:** „[vollständiger Satz aus Frage 7, höchstens 120 Zeichen]"
**So schreibe ich über meine Arbeit:** „[vollständiger Satz aus Frage 6, höchstens 120 Zeichen, falls vorhanden]"

Das sind Proben, keine Bausteine. Nimm Rhythmus und Anrede auf, nicht die Wörter.

## 5 Vorgaben und Grenzen  — höchstens 5 Stichpunkte, zusammen höchstens 250 Zeichen
```

Beim Bauen gilt:

- **Keine Doppelungen.** Was in Abschnitt 4 als Sprachmerkmal steht, wiederholst du nicht in Abschnitt 5. Abschnitt 4 regelt, wie ich schreibe, Abschnitt 5, was inhaltlich gelten muss.
- Ich-Form, kurze Sätze, Stichpunkte wo möglich.
- **Die Zeile „Ich-Form, aktiv statt passiv" in Abschnitt 4 setzt du wörtlich so, wie sie oben steht.** Sie zählt nicht zu den vier Merkmalsstichpunkten und entfällt auch dann nicht, wenn ich sie nicht selbst angesprochen habe. Sie ist die Voreinstellung: Passivkonstruktionen und Substantivierungen („die Mobilisierung erfolgt") lassen Praxistexte anonym klingen, und ohne diese Zeile fällt jedes KI-Werkzeug in genau diesen Ton zurück.
- **Keine Aufzählung von Methoden, Verfahren oder Behandlungsschwerpunkten.** Die stehen in Teil 2. In Abschnitt 1 steht nur die Praxisform und die Berufsbezeichnung; nenne ich meine Schwerpunkte, schreib stattdessen die Zeile „Schwerpunkte: siehe Teil 2." Das ist der häufigste Grund, warum das Profil zu lang wird.
- **Höchstens 1.500 Zeichen insgesamt.** Es muss in das Personalisierungsfeld von ChatGPT oder Claude passen; dort ist bei 1.500 Zeichen Schluss. Die Zeichenbudgets pro Abschnitt oben sind der Weg dorthin — sie ergeben zusammen rund 1.460 Zeichen. Halt sie ein, statt am Ende die Gesamtzahl zu schätzen.
- **Passt es trotzdem nicht, kürz in genau dieser Reihenfolge**, und sag mir nach jedem Schritt, was weg ist:
  1. die zweite Sprachprobe („So schreibe ich über meine Arbeit")
  2. Abschnitt 5 auf 4 Stichpunkte
  3. Abschnitt 3 auf eine Zeile
  4. die Stichpunkte in Abschnitt 2 auf je höchstens 50 Zeichen
  **Nie gekürzt werden:** die Anrede, die Verbote aus Frage 8 und die erste Sprachprobe. Sie sind der Grund, warum das Profil überhaupt wirkt.

Sag mir unter dem Codeblock in einer Zeile, wie lang das Profil geworden ist und was du dafür gekürzt hast. Kannst du die Zeichenzahl nicht sicher bestimmen, sag das — schätz sie nicht.

Dann frag mich wörtlich: **„Sag mir, was geändert werden soll — oder schreib *weiter*."** Arbeite meine Korrekturen ein und gib das Profil erneut aus. So oft, bis ich *weiter* schreibe.

## Zum Schluss

Sag mir dann dies, in eigenen Worten, aber vollständig:

**Das Profil ist fertig. So verwendest du es:**

1. Kopier den Text und leg ihn ab, wo du ihn wiederfindest — Notiz-App, eine Mail an dich selbst, ein Word-Dokument. Hauptsache, du kommst wieder heran.
2. Trag ihn in die Personalisierungseinstellungen deines KI-Werkzeugs ein. Bei ChatGPT und Claude heißt das „Personalisierung" oder „benutzerdefinierte Anweisungen". Ab dann gilt er in jedem neuen Chat, ohne dass du etwas tust. Geht das nicht, oder willst du ihn nur manchmal nutzen, füg ihn als allererste Nachricht in einen neuen Chat ein, mit dem Satz „Lies das zuerst und richte dich in allem, was folgt, danach."
3. Probier es gleich einmal aus. Öffne einen neuen Chat und gib diese Aufgabe: *„Eine Interessentin schreibt mir: Ich habe seit Monaten Rückenschmerzen, mein Arzt hat nichts gefunden. Können Sie mir helfen? Schreib mir eine Antwort."* Lies den Entwurf und prüf drei Dinge: Stimmt die Anrede? Steht darin etwas, das du so nie schreiben würdest? Und klingt es nach dir oder nach einer beliebigen Praxis? Was fehlt, ergänzt du im Profil. Es ist ein Textdokument, kein Programm.

Danach ist Schluss. Biete mir nichts weiter an.

Stell jetzt die erste Frage. Kein Vorwort.

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